Geschichte und Hintergründe

Als im Jahre 1902 der Emder Hafen fertig gestellt wurde und zur gleichen Zeit der Dortmund-Ems-Kanal als Verbindung zum industriellen Zentrum Deutschlands eröffnet wurde, etablierten sich im westlichsten Deutschen Seehafen die ersten Versorgungsdienste für die Schifffahrt. Der erste Weltkrieg unterbrach zunächst die weitere Entwicklung, bis schließlich am 31. Dezember 1919, dreizehn Monate nach Kriegsende, das Unternehmen Emder Schiffsausrüstung aus der Taufe gehoben wurde. Die Gründer hatten eine Vision: Sie glaubten an den Wiederaufbau der Handelsflotte, trotz toter Häfen, trotz Währungsverfall, trotz Bürgerkrieg. Und sie sollten Recht behalten.

 

Die Büros der neuen Firma befanden sich zunächst im „Hansa-Haus“ in der Ringstraße, als Lagerhäuser dienten die jahrhundertealten Packhäuser in der Stadtmitte. Am 1. April 1927 erfolgte der Umzug in den I. Hafeneinschnitt, heute „Zu den Hafenbecken“, wo das Unternehmen nach wie vor seinen Sitz hat.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann für das Unternehmen die Stunde Null- Deutschland war im Chaos versunken, es gab kaum Material, kaum Lebensmittel, die gesamte Handelsflotte an die Siegermächte ausgeliefert. Doch man besann sich auf die Vision der Gründer und ging beherzt und engagiert den Wiederaufbau an:

 

1948 wurden die Segelmacherei und Taklerei in Betrieb genommen, Wasserversorgungsboote wurden in Dienst gestellt. 1952 erfolgte der Neubau und die Erweiterung von Büro- und Lagerräumen, bereits fünf Jahre später wurde das Haus aufgestockt. Im gleichen Jahr wurde die Schiffsausrüstung in Wilhelmshaven gegründet, schließlich folgte am 1. Januar 1969 die Gründung der Emder Schiffsausrüstung, Abteilung Rotterdam. Auf den Tag genau 30 Jahre später wird 1999 in Singapur die erste Niederlassung in Übersee eröffnet. 2006 wird das Asiengeschäft in einer neuen Firma konzentriert und nach China ausgebaut.